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AWS veröffentlicht Open-Source-Benchmark zum Vergleich von OpenAI-Modellen auf Bedrock

AWS hat eine quelloffene Benchmark-Testumgebung sowie einen Blogbeitrag veröffentlicht, die OpenAI-Modelle auf Amazon Bedrock mit OpenAI-API-Basismodellen hinsichtlich Kosten, Agenten-Turns und Ergebnisqualität vergleichen.

Von DigitalNeuron Desk2 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Was hat AWS zum Vergleich von OpenAI-Modellen auf Amazon Bedrock bekanntgegeben?

AWS hat einen Blogbeitrag veröffentlicht und eine Benchmark-Testumgebung namens openai-on-aws/benchmarks-openai als Open Source freigegeben, die drei OpenAI-Modelle auf Amazon Bedrock mit zwei OpenAI-API-Basismodellen anhand der Kosten pro korrekter Antwort, der Kosten mehrstufiger Agenten-Dialoge und nach Bewertungsraster benoteter professioneller Arbeitsergebnisse vergleicht – statt sich allein auf den Preis pro Token zu stützen.

Das Wichtigste

  • AWS hat eine Open-Source-Benchmark-Testumgebung namens openai-on-aws/benchmarks-openai veröffentlicht, die denselben OpenAI-Responses-API-Code-Pfad sowohl gegen Modelle auf Amazon Bedrock als auch gegen die OpenAI-API laufen lässt.
  • Die Testumgebung vergleicht drei OpenAI-Modelle auf Amazon Bedrock (gpt-5.6-luna, gpt-5.6-terra, gpt-5.6-sol) mit zwei kosteneffizienten OpenAI-API-Modellen (gpt-5.4-mini, gpt-5.4-nano), die AWS als gängige kostenoptimierte Basismodelle und nicht als unmittelbare generationsgleiche Pendants beschreibt.
  • AWS zufolge betrachtet die Auswertung die Kosten pro korrekter Antwort, die Kosten mehrstufiger Agenten-Abläufe sowie die Leistung bei nach Bewertungsraster benoteten professionellen Arbeitsergebnissen, statt sich allein auf Preis-pro-Token-Vergleiche zu stützen.
  • AWS gibt an, dass die Modelle auf Amazon Bedrock mit deaktiviertem Reasoning liefen, während die OpenAI-API-Modelle mit Standardeinstellungen liefen, und beschreibt die Ergebnisse als Abbild praxisnaher Einsatzkonfigurationen, nicht als kontrollierte Messung der intrinsischen Modellfähigkeit.
  • Die Bewertung in der Testumgebung kombiniert deterministische Prüfungen mit einem als Richter fungierenden LLM, gpt-5.5, unter Verwendung fest vorgegebener Prompts, und AWS gibt Stichprobengrößen von 48 bis 198 Aufgaben je Benchmark an.

AWS hat in seinem Artificial-Intelligence-Blog einen Beitrag veröffentlicht, der eine quelloffene Benchmark-Testumgebung zum Vergleich von OpenAI-Modellen auf Amazon Bedrock mit OpenAI-Modellen beschreibt, die direkt über die OpenAI-API angesprochen werden. Als Autoren des Beitrags werden die AWS-Mitarbeiter Nick McCarthy, Sharadha Kandasubramanian, Sudeesh Sasidharan und Saurabh Trikande genannt.

Laut AWS vergleichen Unternehmen Modelle in der Regel anhand des Preises pro Million Token – jener Kennzahl, die auf jeder Preisseite zu finden sei. Diese Zahl blende jedoch Faktoren aus, die die tatsächlichen Kosten beeinflussten: wie häufig ein Modell eine korrekte Antwort liefere, wie viele Token es dafür benötige und, bei agentenbasierten Arbeitslasten, wie viele Gesprächsrunden dafür nötig seien – da bei jeder Runde der wachsende Gesprächsverlauf erneut übertragen werde.

Die Testumgebung und die getesteten Modelle

AWS erklärt, man habe eine Testumgebung entwickelt und als openai-on-aws/benchmarks-openai veröffentlicht, die einen einzigen identischen Code-Pfad – die OpenAI Responses API – sowohl gegen Amazon Bedrock als auch gegen die OpenAI-API laufen lasse, indem lediglich Backend und Modell-ID gewechselt, die Bewertungslogik aber konstant gehalten würden.

Dem Beitrag zufolge bewertet die Testumgebung fünf Modelle:

  • Drei OpenAI-Modelle auf Amazon Bedrock: gpt-5.6-luna, gpt-5.6-terra und gpt-5.6-sol
  • Zwei OpenAI-API-Modelle: gpt-5.4-mini und gpt-5.4-nano

AWS bezeichnet die beiden OpenAI-API-Modelle als kosteneffiziente Basismodelle, die bereits von vielen Teams genutzt würden, nicht als unmittelbare generationsgleiche Pendants zu den Bedrock-Modellen. Der Vergleich sei vielmehr auf die Frage ausgerichtet, ob sich ein Umstieg von mini oder nano auf ein neueres Bedrock-Modell lohne.

Was die Auswertung umfasst

Laut AWS beantwortet die Testumgebung drei Fragen: Was kostet eine korrekte Antwort statt eines einzelnen Tokens, was kosten mehrstufige Agenten-Abläufe angesichts der Tatsache, dass die Anzahl der Runden die Rechnung dominieren kann, und ob ein Modell Arbeit liefert, die eine Fachperson akzeptieren würde – geprüft anhand realer beruflicher Arbeitsergebnisse statt quizartiger Fragen.

AWS zufolge misst die Auswertung Genauigkeit und Kosten bei Einzelanfragen anhand der Mathematikwettbewerbsaufgaben AIME, des Wissenschaftstests GPQA Diamond auf Graduiertenniveau und MMLU-Pro, ergänzt um mehrstufige Agenten-Abläufe bei Live-Webrecherche-Aufgaben sowie nach Bewertungsraster benotete professionelle Arbeitsergebnisse. Die Bewertung kombiniert deterministische Prüfungen mit einem als Richter fungierenden LLM, gpt-5.5, das laut AWS nicht selbst zu den bewerteten Modellen zählt, unter Verwendung fest vorgegebener Prompts, deren Hashwerte in jeder Ergebnisdatei festgehalten werden.

AWS erklärt, dass jeder Durchlauf der Testumgebung eine zeitgestempelte Ergebnisdatei im JSON-Format erzeuge und dass sämtliche Zahlen und Grafiken im Beitrag zum Build-Zeitpunkt aus diesen Dateien generiert worden seien. Das vorliegende Ausgangsmaterial enthält keine konkreten Angaben zu Genauigkeits-, Kosten- oder Benchmark-Ergebnissen der Testumgebung.

Quelle: AWS Machine Learning Blog, „Beyond the price per token: Choosing the right OpenAI model on Amazon Bedrock for your workload“, veröffentlicht am 11. September 2026.

Häufige Fragen

Was ist openai-on-aws/benchmarks-openai?
Es handelt sich um eine quelloffene Benchmark-Testumgebung, die laut AWS einen identischen OpenAI-Responses-API-Code-Pfad sowohl gegen auf Amazon Bedrock gehostete OpenAI-Modelle als auch gegen die OpenAI-API laufen lässt, sodass Nutzer den Vergleich mit ihrer eigenen Arbeitslast reproduzieren können.
Welche Modelle vergleicht der AWS-Benchmark?
AWS vergleicht drei OpenAI-Modelle auf Amazon Bedrock – gpt-5.6-luna, gpt-5.6-terra und gpt-5.6-sol – mit zwei OpenAI-API-Modellen, gpt-5.4-mini und gpt-5.4-nano, die als weit verbreitete kosteneffiziente Basismodelle bezeichnet werden.
Was misst AWS nach eigenen Angaben zusätzlich zum Preis pro Token?
AWS gibt an, die Kosten einer korrekten Antwort bei Benchmarks wie AIME, GPQA Diamond und MMLU-Pro zu messen, ebenso die Kosten mehrstufiger Agenten-Abläufe bei Live-Webrecherche-Aufgaben sowie die Leistung bei nach Bewertungsraster benoteten professionellen Arbeitsergebnissen.
Wurden die verglichenen Modelle unter identischen Einstellungen betrieben?
Nein. AWS gibt an, dass die Amazon-Bedrock-Modelle mit deaktiviertem Reasoning liefen, während die OpenAI-API-Basismodelle mit ihren Standardeinstellungen liefen, und beschreibt den Vergleich als Abbild praxisnaher Einsatzkonfigurationen, nicht als kontrollierten Test der intrinsischen Modellfähigkeit.

Quellen

  1. Beyond the price per token: Choosing the right OpenAI model on Amazon Bedrock for your workload | Artificial IntelligenceAmazon Web Services (AWS)
Schlagwörterawsamazon-bedrockopenaibenchmarkingopen-sourcemodel-evaluation

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